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Garten & Poesie
Hier finden Sie einige Texte zum Thema Garten und
Poesie, -wie beispielsweise Gedichte, Textstellen aus der Literatur,
Lieder, uvm, deren Inhalte mit dem Thema in Verbindung stehen.
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dieser Seite.
"Niemals stirbt, wer diese Rose sah, die schönste
auf Erden."
Hans Christian Andersen
Rosengedichte:
"Nun weiß man erst, was
Rosenknospe sei,
Jetzt, da die Rosenzeit vorbei.
Ein Spätling noch am Stocke glänzt,
Die Blumenwelt ergänzt".
*
"Ärgere dich nicht darüber, daß
der Rosenstrauch Dornen trägt,
sondern freue dich darüber, daß der
Dornenstrauch Rosen trägt"
aus Arabien
*
Die Rose hab ich mit ins Bett genommen.
Was soll sie im Glas langsam welken -
überall sollt man ein Heiligtum der Natur mit herumtragen,
das frei macht vom Bösen,
wer kann in Gegenwart einer Rose nicht mit edlen Gedanken gefüllt
sein.
Ich hab`s lieb, das Röschen, mit dem ich geschlafen hab,
-
es war matt, nun hab ich`s ins Wasser gestellt, es erholt sich.
Bettina von Arnim
(aus: Die Günderode)
*
Als Allerschönste bist du anerkannt,
Bist Königin des Blumenreichs genannt;
Unwidersprechlich allgemeines Zeugnis,
Streitsucht verbannend, wundersam Ereignis!
Du bist es also, bist kein bloßer Schein,
In dir trifft Schaun und Glauben überein;
Doch Forschung strebt und ringt, ermüdend nie,
Nach dem Gesetz, dem Grund Warum und Wie.
Johann Wolfgang von Goethe
*
"Hier hilft nun weiter kein Bemühn!
Sind Rosen, und sie werden blühen".
Johann Wolfgang von Goethe
*
Johann Wolfgang von Goethe
Ihr verblühet, süße
Rosen
Meine Liebe trug euch nicht;
Blühtet, ach, dem Hoffnungslosen
Dem der Gram die Seele bricht!
Jener Tage denk' ich trauernd,
Als ich, Engel, an dir hing,
auf das erste Knöspchen lauernd
Früh zu meinem Garten ging.
Johann Wolfgang von Goethe
*
Garten:
Unser Garten
Silberdunst hüllt unsern
Garten ein,
Blau liegt die Luft im Abendschein,
Über den Giebeln zerfließt
der Rauch,
Durchs offene Fenster weht ein
Hauch
Vom zärtlichen Frühlingswinde
Düfte der Hyazinthe,
Zu uns herein.
Oh Beieinandersein,
Vor dem die Stunden,
Wie Kränze zu Kränzen
gewunden,
Sich aneinander reihn!
Alfred Pauli, 1925
***
Willst
Du einen Tag glücklich sein,
So betrinke Dich mit Wein.
Willst Du ein Jahr glücklich
sein,
So baue Dir ein Haus.
Willst Du ein Leben lang glücklich
sein,
So gestalte Deinen Garten.
Chinesische Weisheit
***
Mit Wasser und Erde beginnt,
wie
die grosse Welt des Schöpfers,
die
kleine Welt, die der Gartenzauber
schafft
Rudolf Borchardt
***
Der Garten ist der letzte Luxus
unserer Tage,
denn er fordert das, was in
unserer Gesellschaft
am kostbarsten geworden ist:
Zeit, Zuwendung und Raum.
Dieter Kienast
***
"Wir brauchen im Garten,
am Haus oder in nächster
Nachbarschaft ein paar alte Bäume, wenn unser tägliches
Lebensgefühl nicht unter seiner natürlichen Höhe
und Kraft
bleiben soll"
Karl Foerster
***
Sonstige:
Eine große Trockenheit
war über das Land gekommen. Zuerst war das Gras braun und
grau geworden. Dann starben die Büsche und kleinere Bäume.
Kein Regen fiel, der Morgen erwachte ohne die Erfrischung des
Taues. Die Tiere waren in großer Anzahl verdurstet, denn
nur wenige hatten noch die Kraft gehabt, aus dieser Wüste
zu fliehen. Die Trockenheit dauerte an. Selbst die stärksten,
ältesten Bäume, deren Wurzeln bis tief in die Erde
reichten, verloren ihre Blätter. Alle Brunnen und Flüsse,
die Quellen und Bäche waren vertrocknet. Eine einzige Blume
war am Leben geblieben, denn eine ganz kleine Quelle gab noch
ein paar Tropfen Wasser. Doch die Quelle war am Verzweifeln:
"Alles vertrocknet und verdurstet und stirbt. Ich kann doch
daran nichts ändern. Wozu soll es noch sinnvoll sein, daß
ich die paar Tropfen aus der Erde hole und auf den Boden fallen
lasse". Ein alter, kräftiger Baum stand in der Nähe.
Er hörte die Klage und sagte noch zur Quelle, bevor er starb:
"Niemand erwartet von Dir, die ganze Wüste zum Grünen
zu bringen. Deine Aufgabe ist es, einer Blume Leben zu geben.
Mehr nicht".
Afrikanisches Märchen
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